Hallenheizung elektrisch
– Industriehallen effizient heizen und kühlen

Eine Halle elektrisch zu beheizen bedeutet nicht zwangsläufig, Strom lediglich eins zu eins in Wärme umzuwandeln. Der HeatCooler nutzt reversible Wärmepumpentechnik: Im Heizbetrieb wird Umweltwärme aufgenommen, über einen Verdichter auf ein nutzbares Temperaturniveau gebracht und über wassergeführte Kreisläufe an die Halle abgegeben. Im Sommer kehrt sich der Prozess um und das System stellt Kälte bereit.

Mit verschiedenen Leistungsklassen wird der HeatCooler projektspezifisch auf Heizlast, Kühllast und Betriebsbedingungen der Halle ausgelegt. In Verbindung mit KlimaTower, KlimaWall oder KlimaBox entsteht eine ganzheitliche Lösung zum Heizen, Kühlen und – bei Kombination mit dem KlimaTower oder der KlimaWall – zur Reinigung der Hallenluft. Bei Betrieb mit Strom aus erneuerbaren Energien ist eine im laufenden Betrieb nahezu CO₂-neutrale Hallenklimatisierung möglich.

Anwendungsbereiche

Für welche Hallen sich die Wärme­pumpen­lösung lohnt

Je länger und flächiger geheizt wird, desto stärker fallen die Betriebskosten ins Gewicht und desto eher rechnet sich die Technik.
Typische Einsatzbereiche:

Produktions- und Fertigungshallen mit festen Solltemperaturen im Mehrschichtbetrieb

Lagerhallen, in denen ganzjährig Frostschutz oder eine Mindesttemperatur gehalten wird

Logistikflächen mit langen Betriebszeiten
Werkstätten, Schlossereien und Schweißereien
Großgewerbe mit Büro-, Sozial- und Technikräumen im Hallenverbund
Der HeatCooler spielt seine wirtschaftlichen Vorteile besonders bei regelmäßigem und flächigem Heizbedarf, langen Betriebszeiten und einer zusätzlichen Kühlanforderung aus. Unterschiedlich genutzte Hallenbereiche lassen sich projektspezifisch zonieren und bedarfsgerecht regeln, sodass nur die tatsächlich benötigten Bereiche und Betriebszeiten berücksichtigt werden.
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BEsonderheiten

Elektrisch heizen: Direktstrom oder Wärmepumpe?

Elektrische Hallenheizungen gibt es in drei gängigen Bauarten. Infrarotstrahler erwärmen über Strahlung direkt Flächen und Personen, Elektro-Lufterhitzer erwärmen die Raumluft, und Wärmepumpen nutzen Strom nicht zum Heizen selbst, sondern zum Verschieben vorhandener Wärme. Der Unterschied wird bei den Betriebskosten deutlich:
Elektro-Infrarotstrahler Elektro-Lufterhitzer Wärmepumpe (HeatCooler)
Wirkprinzip Strahlung erwärmt Flächen und Personen Strom erwärmt Luft, die eingeblasen wird Umweltwärme wird aufgenommen und über Wasser verteilt
Strom zu Wärme eins zu eins eins zu eins ein Vielfaches je Kilowattstunde
Anschlussleistung hoch bei Vollflächenbetrieb hoch deutlich geringer bei gleicher Heizlast
Typische Eignung einzelne Zonen, selten genutzte Flächen kleine Hallen, schnelle Aufheizung ganze Hallen im Dauerbetrieb
Kühlen im Sommer nein nein ja, dasselbe System
Systemintegration überwiegend als Einzellösung überwiegend als Einzellösung PV-Strom und Abwärme nutzbar
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die elektrische Anschlussleistung. Da eine Wärmepumpe zusätzlich zur eingesetzten elektrischen Energie Umweltwärme nutzt, benötigt sie für dieselbe bereitgestellte Heizleistung in der Regel deutlich weniger elektrische Leistung als eine direkte Widerstandsheizung. Der tatsächliche Bedarf hängt von Außentemperatur, Vorlauftemperatur und Betriebspunkt ab. Je niedriger die benötigte Systemtemperatur, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Gleichzeitig entfallen die Verbrennung von Öl oder Gas vor Ort sowie die dafür erforderliche Brennstofflagerung und Abgastechnik.

Das System

Wie der HeatCooler die Halle elektrisch beheizt

Der HeatCooler stellt die für die Halle benötigte Wärme und Kälte über wassergeführte Kreisläufe bereit. Die Übergabe an die Räume erfolgt über geeignete Systemkomponenten wie KlimaTower mit Heiz-/Kühlregister, KlimaWall oder KlimaBox.

In Kombination mit den IVAT-Hallenluftsystemen überwachen kabellose Sensoren Temperatur und weitere relevante Raumparameter. FRI-LAN, bedarfsgerechte Zeitprogramme, Torüberwachung, Energiemanagement und Fernservice ermöglichen eine an Nutzung und Betriebszeiten angepasste Regelung. Vorhandene Wärmequellen wie Kompressor- oder Prozessabwärme können projektbezogen in das Gesamtkonzept eingebunden werden.

Die Luftreinigung übernehmen je nach Anforderung der KlimaTower oder eine passend ausgeführte KlimaWall. Die Systeme saugen belastete Hallenluft an, filtern je nach Filterausführung Rauch, Staub sowie Öl- und Emulsionsnebel und führen die gereinigte sowie temperierte Luft kontrolliert in die Halle zurück. Der HeatCooler stellt hierfür die erforderliche Wärme oder Kälte bereit. Strom aus einer bereits vorhandenen oder kundenseitig bereitgestellten Photovoltaikanlage kann für den Betrieb genutzt und in das Energie- und Lastmanagement einbezogen werden

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Planung

Heizlast, Kühl­last und elektrische Anschluss­leistung

Am Anfang stehen die Heiz- und Kühllastberechnung, die Prüfung der benötigten Systemtemperaturen sowie die Ermittlung der elektrischen Anschlussleistung. Erst danach lassen sich Leistungsklasse, Wärme-/Kälteverteilung, Hydraulik und Regelung zuverlässig festlegen. Für eine erste Auslegung benötigen wir:
Hallenmaße, Höhe, beheiztes beziehungsweise gekühltes Volumen und Hallenplan
Baujahr und Dämmstandard von Dach, Wänden, Toren und Bodenplatte
Anzahl, Größe und Öffnungshäufigkeit der Tore
Nutzung der Hallenbereiche und gewünschte Temperaturen im Winter und Sommer
Betriebs- und Schichtzeiten sowie mögliche Absenkphasen
interne Wärmelasten durch Maschinen, Prozesse, Beleuchtung und Beschäftigte
bestehende Heizung, Energieträger und bisheriger Jahresverbrauch
vorhandene Wärmeverteilung einschließlich Vorlauf- und Rücklauftemperaturen
gewünschte Kombination mit KlimaTower, KlimaWall oder KlimaBox
elektrische Anschlussleistung, bisherige Lastspitzen und Netzsituation
nutzbare Kompressor- oder Prozessabwärme mit Temperaturniveau und Verfügbarkeit
gewünschte Regelungs-, Energiemanagement- und Fernservicefunktionen
Grobe Angaben reichen für den ersten Schritt. Hallenplan, Fotos und die letzten Energieabrechnungen beschleunigen die Einschätzung deutlich
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Projektablauf

Von der Erstberatung bis zum Service

1.
Erstberatung

Nutzung, Bereiche und Zeitrahmen klären.

2.
Vor-Ort-Analyse

Analyse von Halle, Bestandsheizung und Elektroinstallation.

3.
Heizlast- & Energiekonzept

Auslegung von Leistung, Verteilung und Regelung.

4.
Richtangebot & Förderung

Richtangebot mit Wirtschaftlichkeitsvergleich und Förderprüfung.

5.
Planung & Installation

Detailplanung, Installation und Inbetriebnahme, abgestimmt auf Ihre Betriebszeiten.

6.
Fernwartung & Service

Fernwartung, jährliche Prüfung und Service im laufenden Betrieb.

IVAT begleitet das Projekt mit mehr als 30 Jahren Erfahrung – von der Analyse und Auslegung über Installation und Inbetriebnahme bis zu Wartung, Energiemanagement und Fernservice. Auf Wunsch kann jederzeit eine vergleichbare Referenzanlage besichtigt werden.

Investition

Kosten, Wirtschaftlichkeit und Förderung

Bei elektrischen Hallenheizungen liegen Anschaffung und Betrieb weit auseinander, deshalb lohnt der Blick auf beides. Diese Posten bestimmen die Investition:
berechnete Heiz- und Kühllast sowie benötigte HeatCooler-Leistungsklasse
Anzahl und Verteilung der Wärme-/Kälteübergabegeräte
Kombination mit KlimaTower, KlimaWall oder KlimaBox
hydraulische Einbindung, Pumpen, Verteiler und gegebenenfalls Pufferspeicher
Anpassung vorhandener Heiz- und Kühlsysteme
Sensorik, Regelung, Energiemanagement und Lastmanagement
Installation, Inbetriebnahme, Fernservice und Wartung
Für den Wirtschaftlichkeitsvergleich werden die bisherigen Energieverbräuche und Betriebskosten den berechneten Verbräuchen des HeatCooler gegenübergestellt. Dabei werden unter anderem Außentemperaturen, Systemtemperaturen, Betriebszeiten, Lastspitzen, nutzbare Abwärme und vorhandener Eigenstrom berücksichtigt.
Je nach Projekt ist eine Förderung von bis zu 30 % der förderfähigen Kosten möglich. IVAT prüft die technische Förderfähigkeit projektbezogen und unterstützt die Antragstellung gemeinsam mit einem qualifizierten Energieeffizienz-Experten.

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Übermitteln Sie uns die wichtigsten Eckdaten zu Hallenmaßen, Gebäudestandard, Nutzung, bestehender Heizung, gewünschter Winter- und Sommertemperatur. Auf dieser Grundlage ermitteln wir Heiz- und Kühllast, geeignete HeatCooler-Leistungsklasse, Wärme-/Kälteverteilung und Anlagenkonfiguration. IVAT begleitet Ihr Projekt mit mehr als 30 Jahren Erfahrung – von Analyse, Heiz- und Kühllastberechnung und projektspezifischer Auslegung über Installation und Inbetriebnahme bis zu Wartung, Energiemanagement und Fernservice. Je nach Projekt ist eine Förderung von bis zu 30 % möglich. Zusätzliche Investitionssicherheit bietet die IVAT-Funktionsgarantie mit vierwöchigem Rückgaberecht gemäß den geltenden AGB.
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FAQ

Häufige Fragen zur elektrischen Hallenheizung

Kann eine elektrische Hallenheizung eine komplette Halle beheizen?

Ja. Der HeatCooler wird projektspezifisch auf die Heizlast der Halle ausgelegt. Dafür stehen verschiedene Leistungsklassen zur Verfügung. Bei größeren Leistungsanforderungen wird die geeignete Anlagenkonfiguration individuell geplant.

Ist der HeatCooler eine Elektroheizung?

Der HeatCooler wird elektrisch betrieben, ist aber keine direkte Widerstands- oder Elektroheizung. Er nutzt den Strom für den Verdichter und macht zusätzlich Umweltwärme nutzbar. Dadurch können aus einer Kilowattstunde Strom – abhängig von Außentemperatur, Vorlauftemperatur und Betriebspunkt – mehrere Kilowattstunden Nutzwärme bereitgestellt werden.

Lässt sich PV-Strom für die Hallenheizung nutzen?

Ja. Strom aus einer bereits vorhandenen oder kundenseitig bereitgestellten Photovoltaikanlage kann für den Betrieb des HeatCooler genutzt werden. Der erreichbare Eigenstromanteil hängt von PV-Erzeugung, Heiz- und Kühlbedarf, Betriebszeiten sowie der Regelungsstrategie ab. Eine Einbindung in das Energie- und Lastmanagement kann projektbezogen berücksichtigt werden.

Kann das System eine Öl- oder Gasheizung ersetzen?

Ja, der HeatCooler kann eine bestehende Öl- oder Gasheizung vollständig ersetzen und Industrie- sowie Gewerbehallen effizient mit Wärme versorgen. Dafür wird das Wärmepumpensystem passend zur benötigten Heizleistung, Hallengröße und vorhandenen Wärmeverteilung ausgelegt. So ermöglicht der HeatCooler den Umstieg auf eine moderne, fossilfreie Hallenheizung und kann gleichzeitig zum energieeffizienten Kühlen der Halle genutzt werden.

Kühlt die Anlage im Sommer auch?

Ja. Der HeatCooler arbeitet reversibel und stellt im Sommer Kälte bereit. Für die Übertragung in die Halle werden geeignete Komponenten wie KlimaTower mit Heiz-/Kühlregister, KlimaWall oder KlimaBox eingesetzt. Dadurch entsteht ein ganzjährig nutzbares Gesamtsystem zum Heizen und Kühlen kompletter Industriehallen.

Welche Förderung ist für den HeatCooler möglich?

Je nach Gebäude, Anlagenkonfiguration und Fördervoraussetzungen ist eine Förderung von bis zu 30 % der förderfähigen Kosten möglich. Die konkrete Förderfähigkeit und der richtige Antragszeitpunkt werden vor der Beauftragung projektbezogen geprüft.

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